Bekanntes und Unbekanntes am Frühjahrshimmel

 

Die erste Nacht...

...startet mit einer Schrecksekunde. Kurz nachdem ich aus dem Auto ausstieg, erhellt plötzlich der ganze Himmel. Ein nahes Gewitter macht sich bemerkbar und zeigt, dass der Himmel etwas mit Zirren überzogen ist. Nach einer halben Stunde hat sich das Gewitter verzogen, der 16" ist ausgekühlt und die Grenzgröße steigt von anfänglichen 5,8mag auf 6,2mag.
Die immer noch schlechte Durchsicht im tiefen Süden verhindert den Blick zu den in den letzten Nächten gewohnten Abell PNs...deswegen gleich weiter zu den Galaxien.

Zum Schluss noch ein "near sky Objekt", der Komet 73-P Schwassmann-Wachmann. Nach langer Durststrecke zeigt sich wieder ein spektakulärer Komet am Himmel, der aus mehreren Bruchstücken besteht.

Die zweite Nacht...

zeigt sich mit deutlich besseren Bedingungen. Die Grenzgröße in der Polregion bei nicht optimaler Horizontsicht beträgt diesmal für den Platz typische 6,5mag. Das erste Objekt der Nacht stellt sich als positive Überraschung heraus, die Galaxie

Weiteres, sehr interessantes Paar ist die große Galaxie NGC 3718 zusammen mit der kompakten Gruppe Hickson 56. Beide Objekte sind auch im Arp-Katalog unter den Nummern 214 und 322 enthalten. Die Galaxien sind nur etwa 7' entfernt.

Weiter mit zwei sehr bekannten, oft abgelichteten, interaktiven Galaxien, den "Antennen" und den "Mäusen".

Als Abschluss noch der aktuelle Komet 73-P Schwassmann-Wachmann, diesmal unter deutlich besseren Bedingungen.