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Sternhaufen |
NGC 206 -
Einzelsterne

DSS II R 5' x 5' |
Schwierigkeit bei exakten Identifikation sind die helleren Vordergrundsterne
unserer Milchstraße, die nicht zu M 31, also auch zum NGC 206
Sternsystem gehören. Der nach Massey 1998 einzige Sterne in Reichweite
visueller Amateurteleskope ist der rote Riese "M31ob78-719" mit einer
Helligkeit von 16,5 vmag. Eine andere Photometrie (Magnier+ 1992)
bestätigt die Helligkeit mit 16,4 vmag. Der Stern sollte daher in
Reichweite von 16", besser 20"
Öffnung liegen.4",
26x, fst 6m5+
NGC 206 selbst als schwache, längliche Aufhellung innerhalb des
Hauptkörpers von Messier 31 zu sehen
16", 450x, fst 6m5+
Keine Einzelsterne auszumachen. Achtung, Vordergrundsterne täuschen
zur Galaxie gehörige Sterne vor!
20",
434x, fst 6m5+
NGC 206 als solches als auffälliges 3,5'x1,5' Aufhellung selbst bei
mittleren APs zu sehen; etliche Vordergrundsterne innerhalb dieses
Bereiches; Annäherung zu M31ob78-719 über 15,4vmag hellen 2MASS
J00403283+4044110, Stern selbst knapp direkt zu sehen, 1,4' NW befindet
sich der 16,1vmag helle Kugelsternhaufen M31GC J004030+404530, der
indirekt einfach als stellare Aufhellung zu sehen und zu halten ist;
mittig zwischen beiden taucht dann der etwas schwächere 16,4vmag OB
Riese auf, dieser ist knapp indirekt als stellare Aufhellung zu halten
und dürfte daher auch mit 16" beobachtbar sein
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NGC 604 -
eingebetteter Sternhaufen

Volker Wendel/Bernd Flach-Wilken -
spiegelteam.de |
NGC 206 gehört zur hellsten HII
Region von M 33 und kann bereits mit 4" Öffnung problemlos gesehen werden.
Besonderheit sind die eingebetteten Einzelsterne, die Helligkeiten ab 16 vmag aufweisen und Ziel von Öffnungen ab etwa 16" sind.
10x50, fst 6m5+
11mag heller GSC 2293642 im Abstand von 1" SW knapp zu sehen;
schwächere HII Region NGC 604 selbst ist dagegen nicht zu sehen
4", 126x, fst 6m5+
NGC 604 selbst
direkt zu sehen; klar flächig, etwa runde Form; zur Mitte hin leicht
konzentriert
20", 830x, fst 7m+, Seeing II
Bei sehr guten Seeing im Hochgebirge sind 4 Sternhaufen als stellare
Aufhellung in Dreiecksform zu erkennen. Ein fünfter Sternhaufen blitzt
auf, kann aber nicht gehalten werden.
27", 837x, fst 7m+, Seeing I-II
Bei sehr gutem Seeing und transparenten Hochgebirgshimmel
sind innerhalb HII Regionen insgesamt 14 teils stellare Aufhellungen zu
beobachten. Das Objekt wird durch einem T-förmigen Zentralkörper
charakterisiert, dessen "Dach" nach SW gedreht ist. Der "Oberstrich" ist
durch ein Dunkelband vom unteren Strich getrennt, am unteren Ende (NO)
sitzt die hellste Aufhellung des HII Komplexes. Entlang des T's können
insgesamt 5 Aufhellungen ausgemacht werden. SO des zentralen T's
befindet sich ein weitere auffällige Verdichtung, die 3 hellere
Aufhellungen in Form eines gleichschenkligen Dreiecks bilden, wobei der
SO Spot leicht flächig wirkt. Von diesem verläuft eine ca. 20" lange
Zunge nach S, an deren südlichen Eende eine weitere Aufhellung sitzt.
Abseits dieser markantesten Figuren innerhalb NGC 604 sind weitere,
teils etwas abgesetzte Aufhellung zu beobachten.
(siehe Zeichnung)
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NGC 2419
(Intergalaktischer Wanderer) - Einzelsterne

DSS II B 5' x 5' |
NGC 2419 gehört zu den entferntesten Kugelhaufen unserer Galaxie
(derzeit 5.). Zusammen mit seiner hohen Konzentration (Klasse II) ist es
daher schwierig den Kugelhaufen anzulösen, eine Körnigkeit, bzw.
Einzelsterne erkennen zu können. Hellste Einzelsterne 17,3 mag.
16", 450x, fst 6m5+
Kugelhaufen wirkt insgesamt unruhig, Einzelsterne können aber nicht
erkannt werden.
27", 586x, fst 7m+, Seeing I-II
Bei sehr ruhiger Luft wirkt der gesamte Kugelsternhaufen klar gemottelt.
Einzelsterne sind aber nicht als stellare Punkte zu halten. Am Rand
stehen schwache Vordergrundsterne, die aber selbst nicht zum GC gehören.
Der GC selbst ist zur Mitte hin nur wenig konzentriert.
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NGC 6749

DSS II B 7' x 7' |
NGC 6749 ist der schwächste Kugelsternhaufen des NGC-Kataloges und
erfordert daher guten Himmel und mittelgroße Öffnung. Berichte
bestätigen Sichtungen mit 8" Öffnung. Hellste Einzelsterne 18 mag.
16", 257x, 7m0+
Schwach, bei 57x relativ klein, aber flächig; indirekt leicht zu
halten; geringfügig ist Konzentration zur Mitte zu erkennen; trotz 257x
keine Einzelsterne oder Körnung |
Berkeley 83

DSS II B 7' x 7' |
Sehr schwacher offener Sternhaufen mit weniger als 50 Sterne. Hellste
Sterne weisen Helligkeiten um die 17 mag auf.
16", 180x, 6m5+
Extrem schwer; probiere lange um die ideale Vergrößerung und AP für den
schwachen Haufen zu finden; am besten zeigt sich eine AP um 2,2mm; an
der Wahrnehmungsgrenze taucht an entsprechender Stelle eine runde, ca.
1' messende Aufhellung auf, die an der S Seite etwas besser definiert
scheint; die Aufhellung ist nicht zu halten, taucht aber wiederholt
sicher an der richtigen Stelle auf; an Einzelsterne ist nicht zu denken
(siehe Zeichnung) |
Kronberger 28

DSS II B 7' x 7' |
Schwacher Offener Sternhaufen 14' SO von NGC 6871. Der vom
österreichischen Amateurastronomen Matthias Kronberger entdeckte Haufen
wurde erst im Jahre 2006 als solcher veröffentlicht.
16", 150x, 7m+
Drei 15mag Vordergrundsterne indirekt leicht zu halten; dazwischen nach
Osten etwa 3:2 elongierte, extrem schwache, flächige Aufhellung;
Mitbeobachter bestätigt Aufhellung; an Einzelsterne ist nicht zu denken;
Grenzbeobachtung
(siehe
Zeichnung) |
Palomar 15

DSS II B 10' x 10' |
Schwächster und zuletzt hinzugefügter (1959, Zwicky) Kugelsternhaufen
des Palomar Kataloges und einer der schwersten Kugelsternhaufen
überhaupt. Hellster Einzelstern 17,1 mag.
(weitere Informationen)
16",
fst 7m0+
KH selbst nicht
gesehen; halte erst eine kleine Sterngruppe, 3' südlich für den KH,
Sterngruppe ist aber zu klein für den KH
16", 129x,
fst 7m0+
KH extrem schwer, genau Position bekannt, ab und zu schimmert an
richtiger Stelle ein schwacher, großer Fleck durch, Beobachtung unsicher
24", 126x, fst
7m0+
Auch mit 60cm Öffnung und
sehr guter Himmelsdurchsicht absolutes Grenzobjekt, mit AP 6mm bestes Ergebnis,
schwacher Schimmer vom Vortag im 16" bestätigt sich, Mitbeobachter glaubt
an der Stelle auch etwas zu sehen
(siehe Zeichnung)
27", 172x, fst
7m+
Bei 172x ist eine
sehr schwache Aufhellung zu erkennen; indirekt nicht zu halten, aber
sicher wiederholt auftauchend, keine Einzelsterne; Aufhellung leicht 2:3
N-S elongiert und etwa 3,5' groß; W Kante am besten definiert und gut zu
verfolgen; exakte Größe aber nicht abzuschätzen
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Whiting 1

DSS II B 7' x 7' |
Erst 2002 durch Whiting, Hau und Irwine aufgefunden und daher einer
der letzten entdeckten galaktischen Kugelsternhaufen. Morphologisch
gehört das Objekt zu den jüngsten bekannten GC's. 42" W PGC 1073973
(18,6 bmag)
16", 360x,
fst 7m+
15,2 vmag hellen Stern in unmittelbarer Nähe (40" S) schwierig indirekt
zu halten; bei hoher Vergrößerung fällt dann eine extrem schwache Fläche
an Stelle des Kugelhaufen auf; lässt sich auch indirekt nicht halten,
taucht aber wiederholt an exakter Stelle auf; klar flächig ohne weiteres
Detail; keine Einzelsterne zu erkennen; sehr schwierig aber sicher
(siehe Zeichnung) |
Planetarische
Nebel |
Messier 27 -
Halo

DSS II B 20' x 20' |
Das Halo ist hauptsächlich in zwei Segmenten aufgeteilt und leuchtet
merklich im [OIII], was die Beobachtbarkeit mit entsprechenden
Linienfilter zulässt.
16", 129x, [OIII], fst 7m0+
Halofragment auf NW Seite einfacher; indirekt gut und sicher zu
verfolgen; startet bei einem Doppelstern und läuft etwa 4' in Richtung
SW aus; Fragment auf O Seite deutlich schwieriger und nur indirekt
aufblitzend; deutlich kürzer direkt an 9mag Stern nach N verlaufend
14", ~100x, [OIII], fst 7m0+
Sehr ähnliche Beobachtung wie mit 16" oben; bei exzellenter Durchsicht
wirkt das NW Fragment sogar auffällig und kann problemlos fast direkt
gesehen werden 27",
172x, [OIII], fst 6m5+
NW Halofragment direkt als 4' lange Aufhellung einfach zu sehen;
schwächeres O Halo ohne Kenntnis der exakten Lage schwer, aber deutlich
indirekt als längliche Aufhellung N eines 9mag Sterns zu sehen, wirkt
etwas größer als auf Aufnahmen
Zeichnung
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Messier 57 -
Halo

Bernd Gährken |
Das etwa 2,5' Durchmesser aufweisende Halo leuchtet vorwiegend im roten
Bereich und Hα, was die Beobachtung als sehr anspruchsvoll erscheinen
lässt.
16", 180x (106x), UHC, fst 7m+
Jeweils alle Filterkombinationen (2 x [OIII], Hß, UHC) bei 106x (4mm
AP) und 180x (1mm AP) probiert; Schwierigkeit bereiten gerade an der
langen NW Seite eine 14mag Sternkette, die sich in ähnlichen Abstand wie
das Halo befindet, sodass eine Aussage auf der Seite nur bedingt möglich
ist; gewinnbringender Filter ist nur der UHC; bereits bei 106x zeigt
sich an der langen SO Seite Unregelmäßigkeiten, die aber noch zu klein
sind; bei 180x ist dann exakt am südlichsten Punkt des PN eine etwa 0,5'
lange Aufhellung nach S zu erkennen; diese ist zwar sehr schwach, lässt
sich aber wiederholt und sicher wahrnehmen; eine Verwechselung mit einem
an der Stelle befindlichen Stern kann auf Grund von Beobachtung ohne
Filter ausgeschlossen werden; noch schwächer und von der Beobachtung als
unsicher zu bezeichnen zeigt sich eine weitere Aufhellung, die vom
12,5mag hellen Vordergrundstern im O 0,5' lang in Richtung SW zu
verfolgen ist; ein kompletter Haloring ist nicht zu sehen
(siehe Zeichnung)
27", 244x, UHC, fst 7m+
Der innere Halokreis ist bei knapp 3mm AP und UHC Filter als
geschlossene, auf etwa 2 bis 2,5 PN Außendurchmesser (ca. 2,5') indirekt
gut zu verfolgende Aufhellung wahrzunehmen. Passt sich dabei grob an die
ovale Form des PN an, wobei der hellste Bereich ähnlich wie mit 16"
Öffnung beobachtet und gezeichnet SW vom hellen Innenring ausgeht.
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NGC 2392
(Eskimonebel) -
Brücke

Bernd Gährken |
Die Brücke befindet sich im Abstand von nur knapp 3" nördlich der
südlichen Begrenzung der Innenschale. Damit stellt sie bezüglich
Auflösung und Kontrast eine Herausforderung für große Teleskope dar und
benötigt beste Seeingbedingungen.
16", 515x, fst 7m0+, Seeing I
Nach etlichen Fehlversuchen mit 16" Öffnung nun doch bei perfekten
Seeingbedingungen gesehen, wirkt wie eine Art "Dunkelloch" und setzt
sich visuell als schwarze Stelle innerhalb der schmal zulaufenden N
Seite der Innenschale.
(siehe Zeichnung
- ohne Brücke)
18", 740x, fst 7m+, Seeing I
Brücke als sehr schweres, aber sichtbares Detail zu erfassen; der
Zwischenraum zwischen Brücke und Schalenbegrenzung fällt nur begrenzt
dunkel aus; es fällt mehr der Steg selbst auf.
27", 837x, fst 7m+, Seeing I
Sehr beeindruckender Anblick mit 690mm Öffnung; Bildfeld füllend; hell;
N Brücke als absolut einfaches Detail direkt zu sehen und mit großem
Abstand zur Nordbegrenzung der Schale visuell zu erfassen; der Nebel
selbst zeigt in der Kapuze Struktur, sowie Ansätze innerhalb der inneren
Schale
27", 586x, fst 6m+, Seeing III
Bei mäßigem Seeing und Durchsicht ist die Brücke nur indirekt als Loch
im "dickeren", spitz zulaufenden Nordende der Innenschale zu sehen;
nicht ständig zu sehen, nur blickweise aufblitzend
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NGC 6543
(Katzenaugennebel) -
Halo

DSS II B 10' x 10' |
Den hellen PN NGC 6543 umgibt ein etwa 5' große, komplett geschlossene
Halostruktur, die hier die Herausforderung darstellt. Der hellsten
Haloknoten im westlichen Bereich IC 4677 ist bereits mit mittelgroßen
Teleskopen zu beobachten.
16", 100x, [OIII], fst 6m+
Hellstes Halofragment IC 4677 einfach mit Filter als längliche
Aufhellung zu erkennen; vom geschlossenen Halo ist unter gutem
Landhimmel nichts zu sehen
27", 172x, [OIII], fst 6m5+
Bei nicht ganz optimaler Durchsicht ist um den PN trotz Filter eine
auffällige runde Aufhellung zu sehen, die nicht aus dem
Überstrahlungseffekt des PN herrühren kann; indirekt ist diese
Aufhellung bis knapp über dem direkt zu sehenden und auffällig wirkenden
IC 4677 zu erahnen; hellere Bereiche oder Struktur wie auf dem DSS sind
nicht zu erkennen
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NGC 7662
(Blauer Schneeball) - Fliers

Bernd Gährken |
Als "Fliers" (fast low-ionization emission regions) gelten längliche Aufhellungen in den Außenbereichen
von meist elliptischen PN, die in dessen Symmetrieachsen aufzufinden
sind. Solche Emissionsgebiete sind in Reichweite von Amateure, auch für
visuelle Beobachter.
16", 600x, fst 6m+, Seeing II
Bei hoher Vergrößerung zerfällt PN in zwei Bereiche, Innenschale als
zwei elliptisch geformte Bögen SW und NO zu sehen; Bögen sind Richtung
NW und SO offen, wobei NW Öffnung weiter und auffälliger ist; die
Innenschale wird von 3:2 elongiertem Außenbereich umgeben; die platte SO
Seite ist besser begrenzt und an der Außenkante etwas heller - der
hellste Flier; die Fliers an den NO und SW nicht gesehen
20", 620x, fst 6m+, Seeing II
Helles 3:2 NO-SW Oval; auf 2/3 des Durchmessers zwei helle Schalen, nach
NW weiter geöffnet als gegenüberliegende Seite; im Außenbereich des PN
ist längliche Aufhellung im SO auffällig, weist eine stellare Aufhellung
auf und ist zugleich hellster Flier im System; weitere schwache
Aufhellung exakt im N und W, also ungleich der Symmetrieachsen;
Zentralstern sehr schwach aber sicher aufblitzend, nicht zu halten; kein
Halo auffällig
(siehe Zeichnung)
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CRL 2688 (Egg Nebel) -
Außenstruktur

Stefan Seip - astromeeting.de |
Die radialen, sich an den jeweiligen Seiten in konischer Form
aufgabelnden Strukturen sollen hier die Herausforderung des hellsten
Protoplanetarischen Nebels CRL 2688 sein. Die Strukturen sind
fotografisch vom Ansatz her auf der NO Seite ca. 29" und auf der SW
Seite 18" lang nachweisbar.
16", 600x, fst 6m+
Aus hellen Knoten meine ich schwache, leicht konisch verlaufenden
Ansätze zu sehen, insgesamt aber grenzgängige Beobachtung und unsicher
(siehe Zeichnung)
18", 810x, fst 7m0+
Beide Knoten hell; sehr gutes Seeing; bei entsprechender Vergrößerungen
sind aus den Knoten zwei Ausläufer zu beobachten; aus hellerem Knoten
läuft hellere, breiterer aber kürzerer Ansatz raus; von schwachen Knoten
ist Ausläufer eher schmal, dafür flächenheller
27", 586x, fst 7m+
Bei durchschnittlichen Seeing beide Auswürfe klar zu sehen; laufen nach
außen hin breiter werdend von beiden Knoten weg; die Faserstruktur und
die ringförmigen Schockfronten sind als solche nicht zu erkennen;
Auswurf beim hellsten Knoten am auffälligsten und bis auf 1,5-facher
Länge des Knotens selbst zu verfolgen; Auswurf vom schwächeren Knoten
etwa ähnliche Länge wie Knoten selbst
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Red Rectangle
- Form

DSS II R 5' x 5' |
Der Nebel gehört zur Klasse der
Protoplanetarischen Nebel. Um den engen, doppelten (0,17") Zentralstern
HD 44179 befindet sich eine sehr schwache, hauptsächlich im roten
strahlende rechteckige Struktur. Visuell stellt diese die eigentliche
Herausforderung dar.
16", 257x-600x, fst 6m5+, Seeing IV
Heller Zentralstern;
selbst bei hoher Vergrößerung ist vom Red Rectangle nichts zu sehen;
schlechtes Seeing 27",
733x, fst 6m5+, Seeing IV
bei niedriger bis mittelhoher Vergrößerung ist zunächst eine sehr
schwache, kaum auffällige längliche Aufhellung ähnlich eines Balkens
innerhalb des den orangen Stern HD 44179 umgebenen Halos zu sehen; die
visuell auf ca. 1' Länge auffällige Aufhellung ist 1:2 NNO-SSW elongiert;
Nebelfilter jeglicher Art greifen nicht, das Halo sowie die Struktur
innerhalb verschwindet; erst bei hoher Vergrößerung (und damit
niedrigerer AP verschwindet das Halo und die Struktur wird besser
sichtbar; ab 600x ist eine dem Stern auf beiden Seiten leicht konisch
zulaufende Form zu erkennen; innerhalb der zwar extrem schwach, aber
dennoch gut abgegrenzten Kanten sind helle Bereiche zu erkennen; die SW
Kante ist am besten definiert; Mitbeobachter sieht unabhängig exakt das
gleiche Detail; insgesamt äußerst schwach, aber visuell sichtbar
(siehe
Zeichnung)
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Rotten-Egg
Nebel - Struktur

DSS II IR 5' x 5' |
Der sehr schwache
Protoplanetarische Nebel befindet sich nur 6,5' O vom hellen PN NGC 2438
in M 46. Er weist extrem schwache, vorwiegend im Infraroten leuchtende,
beidseitig etwa 20" lange, schmale Ausläufer auf, die visuell extrem
schwer nachweisbar sein sollten.
16", 400x, fst 6m5+
Zum Auffinden wird exakte Karte benötigt; ohne Filter ist an der Stelle
eine sehr schwache, stellare Aufhellung zu erkennen, die indirekt nur
schwer zu halten ist; es sind weder Fläche noch die Ausläufer zu
beobachten
20",
562x, fst 7m5+, (ORM - La Palma)
Stellar wirkender Kern des ProtoPN indirekt knapp zu halten; UHC Filter
verschlechtert Anblick etwas; keine Elongation oder Schwingen zu sehen
27", 586x, fst 6m5+, Seeing IV
Proto PN als winzige Fläche indirekt sicher aufblitzend; nicht ständig
zu halten; reagiert nicht auf Filter
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Galaktische Nebel
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NGC 1555 (Hind's
Variabler Nebel)

DSS II R 7' x 7' |
Hind's Variabler Stern befindet sich in unmittelbare Nähe des etwa 10
mag hellen Sterns T-Tauri, welcher den Nebel erst so interessant macht.
Dieser junge, immer noch mit einer Staubhülle umgebener Veränderliche
kann durch Änderungen und unterschiedliche Perspektive auf die
Staubwolke die Helligkeit und Form des Reflexionsnebel selbst scheinbar
verändern.16",
189x, fst 6m3 (10.01.2005)
Schwach, erst nach längerer Suche sehe eine leicht gebogene
Aufhellung etwa 0,5' W von T-Tauri
(siehe Zeichnung)
20", 90x, fst 6m5+
(28.12.2008)
Einfach, problemlos ist neben T-Tauri der gebogene Nebel zu sehen;
indirekt gut zu halten
27", 293x, fst 6m5+ (28.11.2011)
Direkt als gebogenes Filament um T-Tauri zu sehen; Aufspaltung im
südlichen Bereich schwer, aber eindeutig wahrzunehmen; östliche Bereiche
allgemein etwas schwächer als Sternzugewandte Bereiche
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IC 349
(Barnards Nebel)

Stefan Seip - astromeeting.de |
Neben dem bekannten, schon in mittleren Ferngläsern zu erkennenden
Reflexionsnebel NGC 1435 befindet sich ein weitere, kleiner, aber
flächenheller Reflexionsnebel in unmittelbarer Nähe zu Merope. IC 349,
oder auch "Barnard's Nebel" befindet sich nur 36" südlich vom 4,2 mag
hellen Merope.16",
600x, fst 6m5+
Sehr anspruchsvolles Objekt; um visuell erfolgreich zu sein ist gute
Durchsicht, wenig Streulicht und ein möglichst reflexarmes Okular
Grundvoraussetzung; der helle Sterne Merope ist zwingend aus dem
Gesichtsfeld zu halten und der Nebel darf nicht auf den Spikes liegen;
sind diese Voraussetzungen erfüllt ist dieser kleine Reflexionsnebel als
schwache, aber indirekt gut zu haltende, leicht ovale Aufhellung zu
erkennen; wiederholt mit gleicher Öffnung beobachtet
(siehe Zeichnung)
27", 837x, fst 7m+
Trotz der großen Öffnung bleibt Barnards Merope Nebel schwierig zu
beobachten; beide 14mag Sterne S von Merope hell; lässt man Merope
außerhalb des Gesichtsfeldes, ist auf 1/5 der Strecke Merope/SO 14mag
Stern der Nebel als 2:3 N-S elongiertes Objekt direkt halten
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Barnard 33
(Pferdekopfnebel)

DSS II R 20' x 20' |
Die unter dem Namen "Pferdekopfnebel" bekannte Dunkelwolke Barnard 33
befindet sich vor dem Emissionsnebel IC 434. Dessen Sichtbarkeit hängt
also eng mit der Beobachtung des Emissionsnebels zusammen. Der "Deep Sky
Mythos" schlechthin.
4", 50x, Hß, fst 6m5
Ab 13x + Hß Filter ist die Nebelkante von IC 343 auch unter nicht
optimalen Himmelsbedingungen gut zu sehen; der Pferdekopf als
Dunkelnebel taucht aber erst ab ca. 50x auf und erscheint als dunkle
Einbuchtung in IC 343; einfacher als gedacht
20x125 Großfernglas, ohne
Filter, fst 7m0+
Bei idealer Durchsicht (Gornergrat - 3150m Höhe) ist vom Nebel IC 343
selbst nichts zu sehen; der Dunkelnebel des Pferdekopfes ist aber als
dunkles Loch einwandfrei zu erkennen; schwierig, aber sicher zu
beobachten
(siehe
Zeichnung)
5" Binoteleskop, 98x, Hß, fst
6m5+
Deutlich einfacher als erwartet; binokulare Beobachtung erweist sich
trotz geringer Öffnung als großer Zugewinn; Dunkelloch von B 33
problemlos als schwarze Fläche zu sehen
6", ~50x, Hß, fst 7m+
Trotz perfekten Bedingungen immer noch schwieriges Objekt; mit Filter
als dunkle Einbuchtung innerhalb des gut nachvollziehbaren IC 343 zu
erkennen
10", ~70x, UHC, fst 6m5+
Bei sehr guten Landhimmel auch mit 10" und UHC zugänglich; IC 343 ist
nur mit Schwierigkeiten zu erkennen; B 33 zeigt sich als dunkles Loch
innerhalb IC 343; größer als vermutet/erwartet
16", 100x, Hß, fst 7m+
Einfaches Objekt; bereits direkt zeigt sich eine gut abzeichnende dunkle
Fläche innerhalb des hellen IC 343; ansatzweise kann die Biegung der
Mähne verfolgt werden; Schnauzenform schwierig, nur zu erahnen
20", ~100x, Hß, fst 7m+
Sehr einfach, direkt auffallend; schwach aber sicher kann die Form der
Schnauze und der Mähne verfolgt werden
27", 95x-172x, Hß, fst 6m5+
Auffällig, endlich ist die Form der Schnauze deutlich zu erkennen, die
Dunkeleinbuchtung im nördlichen Bereich verläuft also visuell gut
nachvollziehbar in Richtung NO; sogar innerhalb des dunklen Pferdekopf
zeichnen sich schwache Nebelfragmente an der S Seite ab
Zeichnung
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Cassiopeia A

Andreas Röhrig |
Cas A bezeichnet ein Überrest einer Supernova, die im späten 17.
Jahrhundert aufleuchtete. Weitere Besonderheit des noch jungen SNR ist
die Nähe von nur ca. 11000 Lichtjahren. Auf Grund der schwachen und
schmalen filigranartigen Struktur eine visuelle Herausforderung.
10", 143x, UHC, fst 6m5+
Ohne Filter ist nichts zu sehen. Mit UHC dann an der Position der
hellsten Stelle des SNR eine deutlich flächige, etwa runde Aufhellung,
die indirekt ständig gehalten werden kann. Mitbeobachter sieht
Aufhellung ebenfalls. Mit [OIII] ist die Aufhellung zwar auch zu sehen,
der Filter dunkelt aber zu sehr ab, sodass die Beobachtung mit UHC
einfacher ist.
16", 180x, [OIII], fst 6m5+
Bei guter Durchsicht ist bereits bei 106x ohne Filter an der
betreffenden Stelle eine runde und klar zu haltende Aufhellung zu sehen.
Bei gesteigerter Vergrößerung (150x-180x) und [OIII] ist das
Nordfragment problemlos als leicht gebogene Aufhellung zu sehen. Dessen
O Rand scheint breiter und besser definiert, zeigt auch zwei dicht
stehende stellare Aufhellungen, die sogar ohne Filter zu sehen sind. Am
W Rand befindet sich ebenfalls eine flächige Aufhellung, die jedoch
schwächer wie deren O Pendants wirkt. Außer dem Nordbogen ist visuell
nichts von der SNR zu erfassen.
(siehe Zeichnung)
27", 172x, [OIII], fst 6m5+
Unter Mittelgebirgsbedingungen beeindruckend hell; schon im
Übersichtsokular ohne Filter auffällig; mit [OIII] Filter wirkt hellster
Bereich völlig zerfasert, im hellen Nordteil sind 4-5 stellare
Aufhellungen zu erkennen; vom deutlich schwächeren Südbereich ist
lediglich die hellste Stelle im SW als sehr schwacher, stellarer Plob zu
sehen
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CTB 1 -
Filamente

Mischa Schirmer |
CTB 1, zunächst fälschlich als PN Abell 85 klassifiziert gehört zur
Gruppe der Supernovaüberresten (SNR). Die auf den meisten Fotografien
erkennbaren hellen Filamente im SO und SW leuchtet fast ausschließlich
im nicht sichtbaren Ha. Helle [OIII] Bereiche befinden sich
ausschließlich im NNW.
16", 110x, [OIII], fst 7m+
Vom Objekt ist nichts zu sehen; sehr schwieriges, reiches Sternfeld;
großer Unterschied von Ha zu [OIII]; Sternkette wenige Minuten O vom [OIII]
Gebiet täuscht PN vor, befindet sich aber nicht an exakter Stelle
27", 113x-172x, [OIII], fst 7m+
Hellste [OIII] Bereiche östlich vom 9,5mag hellen "Ausgangsstern" GSC
42853095, extrem schwieriges Sternfeld durch hohe Sterndichte und viele
Sternketten; am besten bei 172x, Nebel ist indirekt sehr schwach durch
eine Helligkeitsstufe zu identifizieren - der GSC bildet mit einem
Dutzend Sterne als S Ende ein 5'x3' N-S Oval, welches Mittig eine klare
Helligkeitskante aufweist, O heller als W; Nebel als solcher aber nicht
zu sehen; eine ähnliche, aber noch schwierigere Kante ist 7,5' S vom GSC
Stern angedeutet; bei den restlichen in [OIII] leuchtenden Stellen ist
nichts zu erkennen
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GM 1-29 (Gyulbudaghian's
Nebel)

DSS II B 7' x 7' |
Der kleine Bruder von NGC 2261. Der
nördlich des sehr aktiven jungen Sterns PV Cep befindliche
Reflexionsnebel variiert seine Helligkeit durch Bewegung der dem Stern
umgebenen Materiewolken, sowie 2 aus der heftigen Sternphase bedingten
Jets. Auf Grund dieser Tatsache ist der Nebel auch als ein Herbig-Haro
Objekt 215 katalogisiert. Während er in inaktiver Zeit annähernd
unsichtbar ist, kann bei aktiver und heller Phase bereits mit mittleren
Teleskopen beobachtet werden.
16", 180x, fst 6m0+
(16.05.2009)
Vom Objekt ist keine Spur zu sehen, Mond ist aber bereits knapp
aufgegangen 16", 257x,
fst 6m5+ (19.09.2009)
extrem schwache Fläche an exakter Position bestenfalls erahnt, aber
nicht sicher und ständig zu halten; unsicher, eher negativ 16",
180x,
fst 7m0+ (20.10.2009)
Schwache Sterngruppe knapp nördlich problemlos zu sehen; selbst unter
hochalpinen Bedingungen ist der veränderliche Nebel nur mit größter Mühe
auszumachen; 20% der Beobachtungszeit blitzt eine schwache, kleine, aber
flächige Aufhellung durch; indirekt nicht ansatzweise zu halten;
Mitbeobachter sieht ebenfalls Aufhellung an der exakten Stelle; Nebel
scheint im Jahr 2009 sein Minima zu durchleben
27",
419x, fst 7m0+ (30.09.2011)
Bei mittlerer AP indirekt als kleines, flächiges Objekt knapp zu halten,
stellarer Peak markiert am Südende den Stern, sonst strukturlose
Aufhellung
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Konusnebel

DSS II R 20' x 20' |
Eines der am meisten fotografierten
Winterhimmelobjekte ist visuell stets eine Herausforderung und deutlich
schwerer als sein kleiner Bruder B 33. Grund dafür ist der dem
eigentlichen Dunkelnebel umgebene Nebel Sharpless 2-237, der
hauptsächlich im visuell nicht wahrnehmbaren Ha leuchtet. Für die
Beobachtung des Nebels ist daher dringend ein Hß Filter zu verwenden.
16", Hß, fst 6m5+
Auch nach mehreren Versuchen unten idealen Mittelgebirgsbedingungen
nicht zu sehen; Sterne entlang der Kanten können diese leicht
vortäuschen
27", 172x, Hß, fst 7m+
Endlich visuell klar und eindeutig gesehen; mit Hß Filter startet 2' SO
vom 7mag hellen HD 47887 eine als dunkle und relativ schmale
Dunkelschlauch wahrnehmbare Struktur, die etwa 8' in SO Richtung
verfolgt werden kann; O Kante dabei etwas besser definiert; Konusnebel
kann aber auch direkt gesehen werden, ohne indirekt über die helleren
Kanten identifiziert werden; trotz der positiven Beobachtungen schwer;
erfordert große Öffnung und exzellenten Himmel
30", 123x, Hß, fst 6m0+
Bei 123x und Hß deutlich beide Flanken wahrzunehmen; NO Flanke etwas
deutlicher; Nebelfetzen am N Ende flächig; Dunkelkeil auf etwa 7' Länge
zu beobachten; leicht konisch verlaufend
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Simeiz 147 -
Filamente

Stephan Messner |
Ein oft hitzig diskutiertes Objekt
der Supernovaüberrest Simeiz (Shain) 147 oder auch Sharpless 2-240. Das
am Himmel etwa 3° im Durchmesser aufweisenden Objekt besteht aus vielen
sehr feinen und hauptsächlich im Ha leuchtenden Filamenten. Höhere
Vergrößerung für die Auflösung der Filamente und ein Hß Filter sind zur
Beobachtung von Nöten.
27", 95x, 172x, Hß, [OIII], fst 7m+
Bei perfekter Durchsicht im Hochgebirge fahre ich mit 95x (AP 7,3mm) die
hellsten 5 Gebiete vom blauen POSS und Ha Aufnahmen an und wechsle jeweils zwischen [OIII] und Hß durch;
außer im Gebiet nahe dem 9,3mag hellen GSC 1874453 (~50' NO des
Zentrums) kann ich rein gar nichts visuell ausmachen; auch ein Wechsel
auf 172x bringt keinen Erfolg, die Bögen bleiben absolut unsichtbar; im
genannten Bereich fällt mir unter Verwendung von [OIII] und 172x direkt
NW vom 14mag GSC 1873685 eine Helligkeitskante auf, die sich in NW
Richtung auf eine Länge von etwa 3' zieht; eine Breite kann nicht genau
bestimmt werden; mit Hß Filter nicht sichtbar, mit 95x + [OIII]
schwächer, aber ebenfalls sichtbar, Sternketten können ausgeschlossen
werden; das beobachtete Fragment ist auf der [OIII] Aufnahe des Emission
Line ebenfalls das mit Abstand hellste des gesamten Komplexes, jedoch im
Hß nicht prominent; einziges nicht angefahrenes und evtl. lohnendes
Fragment befindet sich SW des 7,6mag hellen HD 36724; insgesamt enttäuschend und visuell nicht konkurrenzfähig mit den
knalligen Ha Aufnahmen
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Galaxien |
Messier 87 -
Jet

Olaf Haupt |
Der bereits im Jahre 1918 entdeckte
Jet in M 87 rührt von einem Schwarzen Loch im Zentrum des Aktiven Kerns
(AGN) der Galaxie her und erstreckt sich auf etwa 7000 Lichtjahre Länge.
Für uns Amateure heißt das eine Gesamtlänge von nur etwa 20", wobei
visuell nur der hellste Knoten mit etwa 5" nachzuvollziehen ist.
16", 514x-720x, Seeing II, fst
6m5+
Beide Galaxien SW des Kerns (1,85' SW - PGC 139919, 16,1 bmag; 2,55' SW
PGC 41342, 16,7 bmag) einfach indirekt zu halten; vom Jet trotz gutem
Seeing bei 514x und 720x wiederholt keine Spur
16", 500x, Seeing I, fst
7m0+
Jet als Ausbuchtung vom Kern problemlos zu sehen; wirkt jedoch nicht
schmal, sondern als relativ dicke Aufhellung innerhalb der Koma
27", 586x, Seeing II, fst 6m5+
Helle Messier 87 erscheint exakt rund und läuft sehr gleichmäßig nach
außen hin diffus aus; 2' SW vom Kern befinden sich die beiden
auffälligen und leicht flächigen Galaxien PGC 139919 und PGC 41342; das
Halo von M 87 reicht bei hoher Vergrößerung bis knapp zur inneren
Galaxien PGC 139919; der Jet ist problemlos als kurze und schmale
Aufhellung aus dem hellerem Kerngebiet zu sehen; er wirkt jedoch sehr
kontrastschwach
(siehe Zeichnung)
27", 792x, Seeing I, fst
7m0+
Jet einfach als strichförmige Aufhellung ausgehend vom Kern visuell
erreichbar; auf den ersten Blick offenbart sich ein relativ breite
Aufhellung innerhalb der Koma, die aber bei ruhiger Luft dünner
erscheint; innerhalb der länglichen Struktur blitzt immer wieder eine
stellare Helligkeitsspitze auf, die wohl den hellsten Teil A des Jets
darstellt
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NGC 2685 (Helixgalaxie) -
Polarring

DSS II R 5' x 5' |
Neben NGC 660 einer der hellsten Polarringe. Diese
Struktur befindet sich senkrecht zur langen Achse der Hauptgalaxie und
überquert diese über deren Pol. Als Entstehungsgrund wird eine Kollision
mit einer anderen Galaxie angenommen.
24", 390x, fst 6m5+
Galaxie selbst ist als helle (11,2 vmag) 3:1 NO - SW elongierte
Aufhellung mit hellerem Kernbereich zu sehen; am Kernbereich sitzt eine
schwache Aufhellung, die sich nach NW orientiert; schwach, aber sicher
zu sehen; SO ist nichts vom Polarring zu sehen
(siehe Zeichnung) |
NGC 4038/4039
(Antennen) - Gezeitenschweif

DSS II R 25' x 25' |
Die beiden schmalen, auch "Antennen"
genannten Strukturen weisen an ihrer breitesten Stelle nur etwa 0,5' auf
und sind Produkt der Kollision beider Galaxien. Der nördliche ist auf
etwa 8', der südliche auf 13' fotografisch nachweisbar. Visuell stellen
diese schwachen Filamente eine große Herausforderung dar und fordern für
ihre Sichtbarkeit beste Bedingungen und große Öffnung.
16", 75x-180x, fst 7m+
Trotz hochalpinem Standort und bester Durchsicht ist von den Antennen
selbst nichts zu sehen
20", 107x, fst 7m+ (La
Palma/Roque de los Muchachos)
Nordschweif indirekt ohne genaue Karte eindeutig als 5' langer, leicht
gebogener Nebelstreifen unmittelbar NW einer schwachen Sternkette zu
erkennen; S Schweif deutlich schwächer und ohne Karte nicht exakt zu
lokalisieren, zwar vermutet, Beobachtung aber nicht eindeutig, daher
negativ gewertet; bessere und/oder positive Ergebnisse bei genauem
Kartenmaterial
24", 185x, fst 7m+ (Namibia/Hakos)
Unter Südsternhimmel einfacher als zunächst erwartet; Arme jedoch nur
bei 13mm Ethos zu sehen (3,2mm AP); Vorsicht Sternketten; NO Arm etwas
heller; auf 5' Länge problemlos zu verfolgen; leicht gebogen; SW Arm am
Ansatz der Galaxie auffällig, dann schwächer werdend, bis wieder ein
hellerer Abschnitt folgt; insgesamt auf 12' Länge zu verfolgen; beide
Arme dabei flächig breit
|
NGC 4676A/B
(Mäuse) -
Gezeitenschweif

DSS II B 5' x 5' |
Die auch als "Mäuse" bekannten
Galaxien kollidierten vor etwa 160 Mio Jahren und interagieren seit dem.
Die "Auswürfe" sind ebenfalls Ergebnis der Kollision.
16", 257x, fst 6m5+
Sehr klein; schwierig aufzufinden; an beiden Galaxie ist bei hoher
Vergrößerung deren Elongation zu erkennen; der Nordschweif ist als
extrem schwache Aufhellung N von NGC 4676A zu erahnen, aber nicht sicher
zu halten; Auswertung ergibt richtig gesehene Ausrichtung;
Grenzbeobachtung mit 16"
20", 300x, fst 6m5+
Nordschweif nun sicher als Auswurf zu halten; immer noch schwacher
Charakter; Länge schwer abzuschätzen
24", 315x, fst 6m5+
Nordschweif nun einfach und indirekt problemlos zu halten; zeigt sich
als 1,5' langer, schmaler Streifen in exakter Nordrichtung; beide
Galaxien mit typischer Elongation; auf NGC 4676B sitzt NO eine
Aufhellung
(siehe Zeichnung)
|
Leo II -
Einzelsterne

DSS II B 10' x 10' |
Außer dem mittig stehenden 14,4 bmag
hellen Vordergrundstern weisen alle anderen, zur Galaxie gehörigen
Sterne Helligkeiten jenseits der 19 bmag auf, meist sogar schwächer als
20 bmag. Um diese also als Sterne sehen zu können benötigt es
allergrößte Fernrohre, mit üblichen Amateurteleskopen werde diese wohl
kaum sichtbar sein.
16", 75x, fst 6m5+
schwierigste Leo Galaxie; bei 75x aber problemlos zu sehen; gerade bei
Fernrohrschwenken sicher zu sehen und indirekt gut zu halten; Leo II
sitzt ca. 10' NW einer aus einem halben Dutzend 11mag Sternen
bestehenden Sterngruppe; 3:2 N-S elongiert; visuell etwa bis auf 7'x4'
zu verfolgen; Abgrenzung schwer festzulegen; zentral sitzt 13mag Stern;
am NO und SW Ende sitzen jeweils auch 13mag Sterne; sonst strukturlos
ohne Einzelsterne 27",
172x, fst 6m5+
indirekt als runde Aufhellung um den 13mag Vordergrundstern GSC 1439203
zu sehen; indirekt ständig zu halten; Fläche läuft nach außen hin diffus
aus; weder gemottelte Struktur, noch Einzelsterne zu sehen
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Maffei II

DSS II R 10' x 10' |
Die schwierigere der beiden Maffeis. Durch Staub unserer Milchstraße
verdeckt weist diese Galaxie nur eine geringe Größe und Helligkeit am
Himmel auf. Für die Sichtbarkeit sind große Öffnungen erforderlich.
16", 180x - 257x, fst 6m5+
Im Gegensatz zur einfachen Maffei I nicht zu sehen; 15mag Stern an O
kante der Galaxie indirekt schwer aber sicher zu halten, von Galaxie
jedoch keine Spur; 3' NW Dreieck aus 12mag Sternen
27", 586x, fst 7m+, Seeing II
Trotz annähernd perfekten Bedingungen (fst 7m+, Seeing II, Hochalpen)
extreme, jedoch positive Beobachtung; von der Galaxie ist lediglich
zentraler Nucleus zu sehen; unmittelbar SW (~15") eines schwachen
Doppelsterns (16,3bmag/18,3bmag, 10" Distanz), dessen schwache
Komponente indirekt sicher gehalten werden kann befindet sich die
stellar wirkende Aufhellung; insgesamt sehr schwer zu sehen und indirekt
nicht ständig zu halten; 17" NW weitere schwacher (17,7bmag) Stern
indirekt zu sehen; Mitbeobachter bestätigt positive Sichtung, kann
Galaxie aber auch nicht ständig indirekt halten
|
PGC 54559 (Hoag's
Objekt) - Ring

DSS II B 5' x 5' |
Eine der bekanntesten
Ringgalaxien. Wissenschaftlich hochinteressant, da der aus jungen blauen
Sternen bestehende Ring gravitativ mit dem Galaxienkern zusammenhängt.
Der Kern selbst ist mit relativ kleinen Teleskopen sichtbar, der Ring
als solches ist aber deutlich schwächer.
16", 360x, fst 7m+
Bereits bei 180x als kleine Fläche problemlos zu sehen; bei 360x rund;
in der Mitte blitzt immer wieder stellare Aufhellung durch; vom
Ringcharakter keine Spur
(siehe Zeichnung)
27",
419x, fst 7m+
Zentrum der Ringgalaxie einfach direkt zu sehen; bei 172x und 293x ist
ein schwacher "Schein" um das annähernd stellare Zentrum auszumachen;
klar und deutlich zu verfolgen; zwei Mitbeobachter sehen den Schein
ebenfalls; der Ring selbst ist als solcher nicht zu sehen, obwohl
der Kontrast zwischen helleren Zentrum und schwachen Außenbereich eine
dunkle Zone vortäuscht
|
UGC 10214 (Tadpole
Galaxie) -
Gezeitenschweif

DSS II B 7' x 7' |
Der auf 280000 Lichtjahre Länge
gezogene Materieschweif ist Produkt einer Beinahekollision - eines
Vorbeizuges einer benachbarten Galaxie, die die eigentliche Galaxie UGC
10214 verformte. Der aus blauen Überriesen, die sogar zwei
Kondensationen gebildet haben bestehende Schweif ist visuell äußerst
schwierig zu erkennen.
16", 257x, fst 6m5+
Galaxie einfach als 1:2 O-W elongierte Aughellung mit leichter
Konzentration zur Mitte hin zu sehen; vom Schweif bzw. dessen Knoten
nichts zu sehen 27",
293x-419x, fst 7m+
Galaxie selbst hell und auffällig; elongiertes Zentrum O-W ausgerichtet;
an den Enden des zentralen Balkens sitzen jeweils hellere Knoten, von
denen Spiralansätze angedeutet, aber nicht direkt beobachtet werden
konnten; Schweif schwer, aber indirekt schwach zu halten; wirkt visuell
etwas breiter als fotografisch und biegt sich leicht nach N; innerhalb
des Schweifes sind 2 Kondensationen zu erkennen, wobei die W heller und
flächig wirkt; in näherer Umgebung (NW) PGC 2502068 (17,2 bmag) indirekt
einfach als stellare Aufhellung, (S) flächige PGC 57108 (15,5 bmag)
(siehe Zeichnung) |
Galaxiengruppen |
NGC 6027A-E (Seyfert's
Sextett) -
Komponente E + Gezeitenschweif

DSS II R 5' x 5' |
Ein Produkt einer gewaltigen Galaxienkollision aus 4 Einzelgalaxien.
Das NO Gebilde ist ein Gezeitenschweif der Gruppe, die runde NGC 6027C
ist eine Hintergrundgalaxie, die nur optisch zur Gruppe gehört. (weitere
Informationen)
16", 450x, fst 7m+
Extrem kompakte Hickson-Gruppe; bei hoher Vergrößerung fallen zunächst
Komponenten a, b, c in einem gleichschenkligen, rechtwinkligen Dreieck
auf; hellste a dabei 2:1 O-W elongiert; b als zweithellstes Mitglied mit
angedeuteter SW-NO Elongation; dritthellstes Mitglied c wirkt rund;
direkt südlich von a ist mit d als stellare Aufhellung die vierte
Komponente indirekt schwach aber sicher wahrzunehmen; d nicht zu sehen;
an Wahrnehmungsgrenze meine ich NO von a eine längliche Aufhellung
wahrzunehmen, jedoch unsichere Beobachtung
(siehe Zeichnung)
27", 450x, fst 7m+
Hell und auffällig schon bei 84x, Komponenten bei 419x sehr gut
separiert, fantastischer Eindruck - tolle Gruppe; nebligen Hintergrund,
a mit 1:2 O-W elongiert, direkt zu sehen, leicht zur Mitte hin
konzentriert, direkt O hängt ein schwache, aber indirekt leicht zu
haltende, längliche Aufhellung an, knickt Richtung NO, etwa 0,5' lang zu
verfolgen; b ebenfalls direkt, 3:2 NO-SW elongiert, zur Mitte hin
ebenfalls leicht elongiert; c klein, aber flächig, keine Elongation,
direkt zu sehen; d klein, annähernd stellar, indirekt zu halten, nur 14"
S von a; e mit Abstand schwerstes Mitglied der Gruppe, indirekt nur
knapp zu halten, zeigt sich als exakt N-S verlaufende, schmale
Aufhellung, die direkt S an b anhängt, mittig leicht heller
(siehe Zeichnung)
|
Hickson 50

DSS II R 5' x 5' |
Eine sehr schwache, runde
Galaxienkette aus 5 Galaxien mit Einzelhelligkeiten zwischen 18,6 und
20,1 mag. Als schwächste Hicksongruppe gehören allen 5 Galaxien
physikalisch zusammen. Für ihre Beobachtung sind Öffnungen von >20"
zwingend erforderlich. (weitere
Informationen)
27", 837x, fst 6m5+, Seeing II
bei gutem Seeing und durchschnittlicher Durchsicht ist 16mag Stern
einfach ständig direkt zu halten; a und b zwar sehr schwach, aber sicher
immer wieder für mehrere Sekunden zu halten; Richtung NNW taucht immer
wieder eine extrem schwaches Glimmern auf; unklar, ob Komponente c oder
d; unsicher
(siehe Zeichnung)
27", 488x, fst 7m0+, Seeing
I
bei exzellenten Bedingungen (Transparenz und Seeing) sind
Komponenten a und b sicher als Doppelobjekt für mehrere Sekunden zu
halten; Komponente d blitzt immer wieder sicher als stellare Aufhellung
auf; Komponenten c, d und e nicht zu sehen
|
Hickson 55

DSS II B 5' x 5' |
Die Paradegruppe, die seit 1961
durch Burbidge den Namen "Galaxienkette" prägte. Die 5 Einzelmitglieder
sind auf einen nur 1' großen, N-S ausgerichteten Raum verteilt. (weitere
Informationen)
16", 360x, fst 6m5+
Als zarter, 1:4
elongierter Strich bereits bei 180x problemlos zu erkennen; bei 360x
wirkt die Kette unruhig und körnig; a blitzt mittig relativ sicher immer
wieder durch; b als die das südliche Ende markierende Galaxie als besser
definierte Stelle unsicher aufblitzend
24", 390x, fst 6m5+
Extrem kompakte
Hickson-Gruppe als ca. 60" lange Galaxienkette; im 24" bei 90x
Komponente a und b zu erkenne; bei 210x ist mit c drittes Mitglied
auszumachen; erst bei 390x alle 5 Mitglieder zu sehen; a dabei die
hellste und leicht flächig wahrzunehmen; b als südlichste Galaxie am
zweithellsten und ebenfalls flächiger Charakter; c sitzt zwischen a und
b und wirkt leicht N-S elongiert; nördlichste Galaxie d stellar und
eindeutig zu erkennen; e deutlich schwerer und nur indirekt als stellare
Aufhellung aufblitzend
(siehe Zeichnung) 27", 586x, fst 6m5+, Seeing II
Gruppe bereits einfach im Übersichtsokular als extrem elongiertes
Objekt zu sehen; optimale Vergrößerung knapp 600x; a steht mittig in der
Linie und kann direkt gehalten werden, wirkt leicht flächig; b am
Südende ebenfalls einfach direkt zu sehen; c und d indirekt sicher zu
halten; e auf Grund schlechtem Seeing nur blickweise von d zu trennen,
erscheint zusammen mit d als schwaches Paar am Nordende der Gruppe;
Gruppe macht einen leicht "S" förmigen Doppelbogen
(siehe Zeichnung)
|
Shakhbazian 19

DSS II R 5' x 5'
Beschriftung bei "Mouse Over" |
Eine weitere Gruppe in Form einer
rundlichen Kette. Die 4 hellsten, in einer Hufeisenform angeordneten
Galaxien weisen Helligkeiten zwischen 16,5 und 18,8 mag auf. Die Gruppe
ist mit einem Durchmesser von etwa 17" sehr klein.
27", 586x, fst 6m5+, Seeing III
Gruppe ist bereits bei mittleren Vergrößerungen als kreisförmig
flächiges Objekt zu erkennen; hohe Vergrößerungen zeigen einen nach NO
offenen Kreis, an dessen SW Seite zwei enge Galaxien (PGC 47261, SDSSJ
132829.67+155023.5) als Doppelobjekt; schwacher 18bmag Stern am N Rand
nur vermutet
(siehe Zeichnung)
27", 837x, fst 7m0+, Seeing I
Galaxiengruppe bereits in der Übersichtsvergrößerung visuell als
flächiges Objekt wahrzunehmen; bei sehr hoher Vergrößerung erscheint ein
im Durchmesser etwa 15" großes, rundes Objekt, bei dem die beiden
hellsten Galaxien SHK 19-1 (17,5bmag) und 19-2 (16,6bmag) annähernd
gleich hell in einem Abstand von 8" am SW Rand auftauchen und indirekt
problemlos ständig als Doppelobjekt gehalten werden können; als weiteres
erscheint ein 18mag Stern am Nordrand der Gruppe, der schwächer scheint
als die beiden sichtbaren Galaxien; SHK 19-3 und 19-4 sind nicht als
Einzelobjekte sichtbar
|
8 Zw 388
(Halskette)

DSS II R 5' x 5'
Beschriftung bei "Mouse Over" |
Ausgehend von der immerhin 16,5
bmag hellen PGC 3110345 östlich der Gruppe weisen die die "Halskette"
prägenden Galaxien Helligkeiten unterhalb von 18 bmag auf, was sie
selbst in großen Teleskopen visuell so schwierig macht.
27", 419x, fst 7m0+, Seeing I
von der gesamten Galaxiengruppe nur die beiden hellsten Galaxien mit 27"
visuell zu sehen; östlichste PGC 3110345 (16,8bmag) indirekt ständig als
leicht flächige Aufhellung zu sehen; nur 24" westlich ist als eine Art
Doppelsystem PGC 1142006 als extrem schwacher Begleiter zu sehen, der
indirekt nicht ständig gehalten werden kann, aber sicher aufblitzt; an
der Stelle der Gruppe ist keinerlei Aufhellung zu erkennen; 17mag Stern
1' NO der Gruppe kann knapp direkt gehalten werden |
Quasare/Pulsare/Sterne |
Messier 1
(Krebsnebel) - Pulsar

Volker Wendel/Bernd Flach-Wilken -
spiegelteam.de |
Einer der bekanntesten, schnell
rotierenden Neutronensterne (~Pulsar) am Himmel (CM Tauri, NP0532, PSR
B0531+21), der jedoch erst 1968 als solcher identifiziert wurde. Als
schwächere und SW positionierte Komponente des zentrumsnahen
Doppelsterns weist er eine Helligkeit von 16 mag auf.
16", 600x, fst 6m5+, Seeing
III
Schwacher 15mag Stern zentrumsnah sicher zu halten; kein Trennung in ein
Doppelstern und somit keine positive Beobachtung des Quasars selbst
gelungen
27", 837x, fst 7m+, Seeing I-II
Zentraler Doppelstern scheint etwas nach SO vom Zentrum versetzt;
südliche Komponente (= Pulsar) deutlich schwächer, aber selbst bei nur
mittleren Vergrößerungen (~400x) vollkommen problemlos von hellerer
Nordkomponente getrennt
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M 42 -
Trapezsterne E-H

Stefan Seip - astromeeting.de |
Das berühmte Trapez im Herz des
Orionnebel bietet neben den leicht zu trennendem Sternen A-D und den
schwierigeren E (11,5 mag) und F (11,1 mag) mit G und dem Doppelsystem H
zwei weiteren noch extremere Sterne. Beide weisen Helligkeiten von 16
mag auf und dürften daher entsprechend schwer bis visuell unsichtbar in
Amateurteleskopen sein.
16", 515x, fst 7m+, Seeing I-II
E und F leicht mit großem Zwischenraum zu den Hauptsternen direkt zu
sehen; von G und H keine Spur
27", 837x, fst 7m+, Seeing I-II
E und F wie ausgestanzt; bei 837x meilenweit entfernt von Nachbarsternen
A und C; G knapp indirekt als sehr feiner Punkt in etwa
gleichschenkligen Dreieck zwischen C und D zu erkennen; H sicher
indirekt für mehrere Sekunden wiederholt aufblitzend zu erkennen, feine
stellare Aufhellung; keine Trennung in Einzelkomponenten H 1 und H 2 zu
erkennen
|
Messier 57
(Ringnebel) - Sterne

Volker Wendel/Bernd Flach-Wilken
- spiegelteam.de |
Neben dem eigentlichen 15,7 mag
hellen Zentralstern von M 57 befindet sich ein weiterer schwächerer
Stern nur 8,5" NW. Dazu gesellen sich noch zwei weitere Sterne innerhalb
des Rings. Helligkeitsangaben der Sterne sind auf Grund es hellen
Hintergrundes nur bedingt möglich.
16", 720x, Seeing I-II, fst 7m+
Zentralstern ständig indirekt einfach zu halten; 2. Zentralstern
deutlich schwächer, zeitweise aufblitzend und nicht zu halten, (vorher
nicht bekannte) Position aber exakt und somit sichere Beobachtung; 3
Stern im SW als stellare Aufhellung zu sehen, von der Schwierigkeit
ähnlich wie 2. Zentralstern
(siehe Zeichnung)
21", 680x, Seeing I-II, fst
7m+
Zentralstern knapp direkt ständig zu halten; 2. Zentralstern ohne
vorherige Kenntnis der Lage gesehen; nicht zu halten, aber sicher
aufblitzend; von mehreren Beobachtern bestätigt 27",
586x, Seeing III-IV, fst
7m+
Trotz schlechtem Seeing Zentralstern immer direkt zu halten; zweiter
Zentralstern ebenfalls einfach und indirekt knapp zu halten;
Mitbeobachter sehen zweiten Stern ebenfalls sicher
|
QSO 0957+561
(Uma Doppelquasar) - Trennung

DSS II B 7' x 7' |
Der astrophysikalisch durch eine
Gravitationslinse hervorgerufener Effekt beschert uns Amateuren ein
Doppelobjekt mit nur 6,1" Abstand. Die leicht variierenden und jeweils
zeitlich verzögert auftretenden Helligkeiten der Komponenten liegen um
die 17 mag. Diese sehr weit entfernte Objekt weist eine Rotverschiebung
von z=1,41 auf.16",
515x, fst 6m5+, Seeing III
Quasar einfach indirekt zu sehen und zu halten; keine Trennung zu sehen,
auch keine längliche Elongation
20", ~500x, fst
6m0+, Seeing III
Quasar einfach indirekt; leicht länglich, aber keine Trennung der
Komponenten möglich 20",
575x, fst 6m5+, Seeing II-III
Quasar knapp direkt zu sehen; ab ca. 400x klar N-O elongierte
Aufhellung; bei höherer Vergrößerung ist der Quasar dann mit
Schwierigkeiten als Doppelobjekt zu erkennen und jeweils für mehrere
Sekunden als solches zu halten; begrenzender Faktor ist nicht wie
zunächst erwartet der Abstand, sonder die von der Öffnung in Kombination
mit der Himmelstransparenz und Seeing abhängige Grenzgröße; bei Trennung
sind nämlich beide Komponenten bequem und einfach zu trennen, lediglich
der Erfassung beider einzelner Peaks bereitet Schwierigkeiten, bei
perfekten Himmelsbedingungen (fst 7m+, Seeing I-II) sicher auch mit
deutlich kleinerer Öffnung zu trennen 27",
586x, fst 7m+, Seeing I
Bereits bei 293x klar und vollkommen unproblematisch zu trennen; ab 586x
zwei regelrecht weit entfernte, direkt einfach zu haltenden Komponenten
|
QSO 2237+0305
(Einsteins Kreuz) - Einzelkomponenten

WIYN 3,5m (NOAO/AURA/NSF) |
Paradeobjekt für die visuelle
Nachvollziehbarkeit Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie. Abgelenkt
wird hier das Licht eines Quasars von der etwa 20x näheren
Vordergrundgalaxie PGC 69457 (15,4 bmag). Zu sehen ist in Mitten der
Vordergrundgalaxie der Quasar selbst und sein in 4 Komponenten
aufgesplittertes Licht. Die zwischen 17,4 und 18,7 mag hellen
Komponenten stehen mit Abständen zur Mitte von etwa nur 1" sehr eng
zusammen.
20", 620x, fst 6m5+, Seeing
II
"Wirtsgalaxie" PGC 69457 ab 217x indirekt leicht zu halten, wirkt
flächig, Elongation schwer zu erkennen; schon bei dieser relativ
schwacher Vergrößerung fällt mittig ein helles Zentrum auf; bei
Steigerung auf 620x verschwindet die Galaxie selbst, was bleibt ist das
helle, stellar wirkende Zentrum; an eine Auflösung der 4 Komponenten ist
nicht zu denken
27", 780x, fst 7m+, Seeing III
"Wirtsgalaxie" hell und auffällig, deren Elonation ist gut zu verfolgen;
ab ca. 300x ist Kernnah eine stellare Aufhellung zu erkennen; bei nur
durchschnittlichen Seeing wird dieses unter Einsatz sehr hoher
Vergrößerung etwas flächig und leicht N-S elongiert (Konglomerat aus
Komponenten A-C); eine Trennung in Einzelkomponenten ist aber nicht
möglich
27", 1172x, fst 7m+, Seeing I
Bei exzellenten Seeing unter Hochgebirgshimmel und unter Einsatz
entsprechend hoher Vergrößerungen (0,6mm AP) Zentralbereich tatsächlich
in Einzelkomponenten aufzulösen; es zeigen sich zunächst 3 stellare
Aufhellungen, die sich aus dem Zentralbereich herausschälen; alle drei
sind indirekt sicher als einzelne Punkte zu halten; diese sitzen jedoch
so derart eng, dass es unmöglich scheint deren Lage klar festzulegen;
einzig die hellste Komponente A kann von Mitbeobachter und mir an das
südliche Ende des Knäuels positioniert werden; von dort aus laufen die
Aufhellungen dreiecksförmig in Richtung N; eine 4. Komponente kann nur
vermutet, aber nicht sicher gesehen bzw. gehalten werden
|
OJ 287

DSS II B 15' x 15' |
Der Quasar mit dem schwersten
derzeit bekannten Schwarzen Loch (18 Mrd Sonnenmassen). Das 3,5 Mrd
Lichtjahre entfernte Objekt variiert seine Helligkeiten zwischen 12 und
16 mag auf Grund von Ausbrüchen sehr stark.
16", 215x, fst 6m5+, Seeing II
ständig direkt einfach zu halten, leichtes Objekt für 16" (02.04.2011) |
Paare |
Messier 22 -
PN GJJC 1

Jim Misti |
Ähnlich wie Pease1 in M 15 hier
ein noch extremeres Paar zwischen Kugelsternhaufen M 22 und
Planetarischen Nebel GJJC 1. Problematisch ist die Sichtbarkeit der
ausgedehnten, aber extrem schwachen Nebelhülle des PN.
16", 600x, Seeing II, fst 7m+
Stelle des PN zügig gefunden; an der Position ist ein auffälliger 15mag
Doppelstern, dessen eine Komponente den Zentralstern des PN darstellt;
keine Nebelhülle zu sehen
18", 515x, Seeing II, fst 7m+
Doppelstern wieder einfach und gut zu trennen; trotz Nachführung, gutem
Seeing und Filtereinsatz keine Nebelhülle zu sehen
24", 400x, Seeing III, fst 7m+
(Namibia)
Mit Messier 22 im Zenit und Filterrad ausgestattet ist wieder keine Spur
von der Nebelhülle des PN zu sehen, trotz 600mm Öffnung
|
Messier 97
(Eulennebel) - Hintergrundgalaxie

DSS II B 7' x 7' |
Neben dem bekannten Eulennebel befindet sich mit der
Galaxie PGC 34279 ein weiters Objekt nur 4' SO. Die Galaxie weist eine
Helligkeit von 15,8 bmag auf und sitzt exakt unterhalb eines 14 mag
Sterns.14,5",
283x, fst 6m5+
Schwache Galaxie 3,8' SO vom Zentrum des PN Messier 97 (2,2' vom Rand
des PN); sitzt direkt S eines 13mag Sterns und wirkt zunächst als
versetztes Halo des Sterns selbst; etwa rund und indirekt gut zu halten;
innerhalb der Galaxie kann kein Detail wahrgenommen werden
27", 419x, fst 6m5+
Galaxie knapp direkt als schwache Aufhellung direkt S eines 13mag
Sterns "ansitzend"; kein Detail zu sehen
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NGC 891 -
Begleitgalaxie

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Die als 16,7 bmag heller Stern
(2MASS02223046+4221370) aus der 2MASS Durchmusterung katalogisierte
Galaxie sitzt nur ca. 1'NW des Zentrums von NGC 891 und besitzt eine
relativ hohe Flächehelligkeit, was sie beobachtbar macht.
16", 360x, fst 6m5+
Galaxie an der Wahrnehmungsgrenze als annähernd stellare Aufhellung im
Dreieck mit zwei 15mag Sternen zu sehen; indirekt zwar sicher, aber
nicht ständig zu halten
20", 400x, fst 6m5+
Galaxie bei 20" Öffnung zwar immer noch schwer, aber indirekt ständig zu
halten; leicht flächiger Eindruck |
NGC 7293 (Helixnebel)
- Hintergrundgalaxie

DSS II R 10' x 10' |
Die ähnlich wie bei NGC 891 als
Punktquelle katalogisierte Hintergrundgalaxie 2MASX
J22290968-2047179 sitzt im NW Ringabschnitt des großen PN. Schwierigkeit
bei der visuelle Beobachtung ist der helle Hintergrund des PN selbst.
16", 257x - 360x, fst 7m+
Auch unter Hochgebirgsstandorten ist nach mehrmaligen Versuchen nichts
von der Galaxie zu sehen (siehe
Zeichnung - ohne Galaxie)
24", ~300x, fst 7m+
Extrem schwer; Galaxie zwar indirekt zu sehen, aber nicht ständig zu
halten; keine Fläche, sondern lediglich stellar
27", 419x, fst 7m+, Seeing II
Unter sehr guter Horizonttransparenz eines Hochgebirgsstandortes
(Edelweißspitze, 2571m, geogr. Breite 47° 07' 25" N) ist die schwache
Galaxie (2MASX J22290968-2047179 = 2MFGC 16944 ) am NO Rand extrem
schwer zu beobachten; indirekt nicht zu halten, lediglich aufblitzend;
Position und Beobachtung aber sicher, Mitbeobachter sieht Aufhellung
ebenfalls; lediglich stellar, keine Elongation zu erkennen;
Grenzbeobachtung!
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Abell 70 -
Hintergrundgalaxie

Mike Durkin/Lily Joe/Adam Block/NOAO/AURA/NSF
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Eines der spektakulärsten Paare am Himmel. Der PN Abell 70 mit der
noch im kleinen Ring befindlichen Hintergrundgalaxie PGC
187663 (~16mag). Dichter ist eine Paarung aus PN und Galaxie nicht
möglich und macht sie so zu einem visuellen Leckerbissen.
16", 360x, fst 7m0
im 16" ist die Galaxie im
Ring schwer, aber als leichte, elongierte Aufhellung zu erahnen; der
Ring selbst ist im [OIII] Filter schwer, eine leichtes Loch in der Mitte
deutet Ringstruktur aber an
(siehe Zeichnung)
20", fst 7m2
bekannter PN mit Galaxie
im Ring; Galaxie deutlich als 1:3 elongierte Aufhellung im Ring ohne
Filter zu sehen; kein Zentralstern; Mitte des PN etwas dunkler; ich
meine gegenüber der Galaxie an der südlichen Seite des Rings eine
punktförmige Aufhellung zu sehen
24", fst 7m0
im 24" setzt sich die Galaxie sehr deutlich vom Ring ab; Elongation
von 1:3 bis 1:4 sehr leicht zu beobachten; mit [OIII] Filter erscheint
ein deutlicher Ring; Zentrum ist kaum noch von Nebel gefüllt; kein
Zentralstern zu erkennen
27", 172x, fst 7m+
PN erscheint ohne Filter als helle, runde Fläche, die direkt gesehen
werden kann; mittig wirkt dieser dunkler; die Galaxie ist als 1:3
elongierte Aufhellung direkt am PN gut zu erkennen; einzigartiges
Objekt! |